Rhönbrief Dezember 2025

Kerzen auf einem Adventskranz

Liebe Freunde

Freuet euch! Das ist die Überschrift des neuen Rhönbriefs. Freuet euch – gerade jetzt!
Diese Aufforderung lesen wir in Philipper 4,4-7:

„Freut euch im Herrn allezeit; und abermals sage ich: Freut euch! Eure Güte lasst allen Menschen bekannt werden. Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern lasst in allen Dingen eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.“

„Freut euch!“ – so ruft Paulus es uns zu. Ein kurzer Satz, aber einer, der uns in unserer Zeit fast fremd klingt. Denn wir leben in einer Welt, in der vieles wackelt: Nachrichten voller Konflikte, unberechenbare Entwicklungen, Unsicherheit im Beruf, Zukunftsangst, Einsamkeit, Krankheit, Überforderung. So sagen wir oft: „Wie soll man sich da noch freuen?“
Und deshalb lässt Paulus es uns gleich zweimal sagen: „Freut euch im Herrn und noch einmal sage ich: Freut euch!“ Nicht, weil das Leben immer leicht wäre. Sondern weil die Freude an Christus etwas ist, was uns niemand nehmen kann. Und dann zählt Paulus lauter Dinge auf, die uns Freude machen.
Wir sind in der Adventszeit und freuen uns darüber, wenn wir eine Kerze nach der anderen am Adventskranz anstecken können. Und nach dem Adventskranz werden wir uns über die vielen Lichter am Weihnachtsbaum freuen.
Gott steckt in diesem Text sieben Freudenkerzen an, und ich wünsche mir, dass wir uns auch von dieser Freude anstecken lassen:

„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“

1. Freudenkerze: Gottes Güte

Paulus fordert uns auf: „Eure Güte lasst kund sein allen Menschen.“ Das bedeutet: Lasst sichtbar werden, wie gut Gott zu euch ist. Wir sehen heute oft nur das Schwere. Wir scrollen durch Nachrichten, die uns die Luft nehmen. Wir schauen auf die Mängel in unserem Leben, auf das, was fehlt. Gottes Güte dagegen ist wie ein volles Glas – so voll, dass es überläuft. Wir sollen an uns sehen, dass wir einen Gott haben, der gut ist. Nicht, weil wir perfekt wären, sondern weil er es ist.

2. Freudenkerze: Der Herr ist uns nahe

In Jesus Christus ist Gott zu uns gekommen mitten in unsere Welt, mit all ihren Rissen. Als Mensch, der Hunger, Tränen und Schmerzen kannte. Er ist nicht fern. Er ist nicht irgendwo im Himmel. Er ist bei uns, wo immer wir stehen. Vielleicht merkst du seine Nähe im Moment nicht. Vielleicht fühlt sich dein Gebet wie ein Echo an. Aber seine Nähe hängt nicht von unserem Gefühl ab, sondern von seiner Zusage.

3. Freudenkerze: Der Herr ist heute da

Jesus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage.“ Nicht nur an guten Tagen. Nicht nur, wenn wir uns stark fühlen. Er ist da, wenn du morgens aufwachst und gar nicht weißt, wie du den Tag schaffen sollst. Er ist da, wenn du im Bus sitzt und dich fragst, wohin dein Leben eigentlich geht. Er ist da, wenn du abends im Bett liegst und dir Sorgen alles rauben wollen. Auch wenn du dich allein fühlst, du bist nicht allein.

4. Freudenkerze: Christus kommt wieder

Der Herr wird wiederkommen. In einer Welt, in der alles unsicher ist, erinnert Paulus uns: Unser Leben läuft nicht chaotisch ins Leere. Es hat ein Ziel. Gott wird Heilung schenken. Er trocknet jede Träne, beendet jedes Unrecht und schafft eine neue Welt. Wir leben in einer Zeit, die vieles auseinanderreißt. Aber Gott führt zusammen. Wir dürfen Menschen der Vorfreude sein.

5. Freudenkerze: „Sorgt euch um nichts“

Das ist wohl die schwerste Kerze. Wir sind Meister im Sorgenmachen um Geld, um Gesundheit, um unsere Kinder, um die Zukunft, um Beziehungen, um die weltpolitische Lage. Aber Paulus sagt uns: Sorgen sind nicht unsere Last, sie sind Gottes Sache. Unsere Seele ist keine Mülldeponie, auf der alles liegen bleibt. Sie ist vielleicht vergleichbar mit einem Güterbahnhof: Die Sorgen kommen an – ja. Aber sie werden verladen und zu Gott weitertransportiert. Bei unserem Vater im Himmel sind sie besser aufgehoben als in unserem Herzen.

6. Freudenkerze: Dankbarkeit

„… mit Danksagung vor Gott kundwerden.“ Danken verändert uns. Danken richtet uns neu aus. Danken öffnet uns die Augen für das Gute, das schon da ist. Dankbar sein heißt nicht, alles schönzureden. Es heißt, mitten im Dunkel ein Licht anzuzünden.
Danke für das Leben. Danke für Menschen, die mich begleiten. Danke für Gottes Wort. Danke für die Freiheit, unseren Glauben zu leben. Danke für jeden Sonnenstrahl, für jedes Lächeln, für jeden neuen Morgen. Dankbarkeit ist wie ein Kronleuchter voller Freudenlichter.

7. Freudenkerze: Der Friede Gottes

Und dann die größte Kerze, die alles überstrahlt:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft.
Gottes Friede ist mehr als Ruhe. Es ist ein Friede, der dein Herz zur Ruhe bringt, selbst wenn um dich herum alles stürmt. Ein Friede, der dir sagt: „Du bist gehalten, egal was kommt.“
Wir leben oft im Unfrieden mit Gott, mit anderen, mit uns selbst. Aber Christus ist unser Friede. Er hat uns mit Gott versöhnt. Er bringt unser Chaos in Ordnung. Er hält uns, wenn wir zerbrechen. Und dieser Friede soll unser Herz bewahren wie eine schützende Hand, die nicht loslässt.
In einer Welt, die haltlos wirkt, stellt Gott uns sieben Freudenkerzen hin. Sie brennen auch dann, wenn unsere eigene Flamme schwach ist. Sie brennen, weil Gott sie entzündet hat. Und so ruft Paulus auch uns heute zu:

 

 

Eine weisse Kerze am Adventskranz

„Freut euch im Herrn allezeit; und abermals sage ich: Freut euch!“

Rückschau 2025

In diesem Jahr haben wir bis jetzt nur einen Rhönbrief im März verschickt. Gerne möchten wir euch darum teilhaben lassen, auf was wir in diesem Jahr dankbar zurückschauen können, wo wir uns freuen können, wo Gott Freudenkerzen in der Arbeit hier entzündet hat, aber auch an den Herausforderungen, durch die uns Gott getragen hat.

Nun neigt sich das Jahr dem Ende zu und wir blicken voll Dankbarkeit auf all die Wunder die wir mit Gott erlebt haben.
Dennoch bleiben einige Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt. Eine große Herausforderung sind die Finanzen. Wir möchten ganz offen darüber schreiben, da wir an dieser Stelle wirklich auf Hilfe angewiesen sind.

In diesem Jahr haben wir 96 TSD Euro an privaten Darlehen zurückzahlen müssen. Neu bekommen haben wir 32 TSD Euro. Das ist schon eine Differenz von 64 TSD Euro. Dazu kommen noch einmal 26 TSD Euro, die wir auch noch in diesem Jahr zurückzahlen müssen und 50 TSD Euro, die ab Januar monatlich in 5 TSD Euro Schritten zurückgezahlt werden müssen.
Wir haben viele Jahre Darlehen von älteren Menschen gehabt, die ihr Geld nun für die Altersversorgung, den Aufenthalt in Pflegeheimen oder Reparaturen am Haus zurück brauchen. Das reißt eine große finanzielle Lücke.
Helfen Sie mit, dass wir die Darlehen zurückzahlen können und die missionarische Arbeit gut weitergehen kann.

Wir haben eben von der Freudenkerze „Sorget euch um nichts“ gelesen. Das ist in dieser Situation schwer. Wir möchten diese Sorge ganz bewusst in Gottes Hand geben und vertrauen darauf, dass er unsere Leser des Rhönbriefs und andere Menschen bereit macht uns finanziell zu unterstützen.

In dem Vertrauen auf ihn blicken wir hoffnungsvoll auf das kommende Jahr mit wertvollen Veranstaltungen, das 50. Missio-Camp-Jubiläum und vieles mehr.

Schließen möchten wir mit dem letzten Vers aus Philipper 4:

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Das Team der Hohen Rhön 2025

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und freuen uns auf die Begegnung im kommenden Jahr.

Anke und Stefan Schroth
und das ganze TEAM der HOHEN RHÖN