Rückschau 2025

In diesem Jahr haben wir bis jetzt nur einen Rhönbrief im März verschickt. Gerne möchten wir euch darum teilhaben lassen, auf was wir in diesem Jahr dankbar zurückschauen können, wo wir uns freuen können, wo Gott Freudenkerzen in der Arbeit hier entzündet hat, aber auch an den Herausforderungen, durch die uns Gott getragen hat.

Wir beginnen im April. Schon seit einigen Wochen haben wir gemerkt, dass sich der große Konvektomat in der Küche verabschieden möchte. Er gehörte mit zu den täglichen Gebetsanliegen, in der Hoffnung, dass er noch etwas durchhält.
Ein Konvektomat kostet ca. 20 TSD Euro. Angebote wurden eingeholt und schweren Herzens ein neuer bestellt. Die Lieferzeit beträgt ca. 6 Wochen. Pünktlich am Ostersamstag, das Haus gut belegt, ging der Konvektomat kaputt. Dankbar waren wir, dass die Firma, wo wir den neuen bestellt hatten, uns noch am gleichen Tag ein Leihgerät zur Verfügung gestellt hat, bis der neue Konvektomat geliefert werden konnte. Dankbar waren wir auch für die ehrenamtliche Unterstützung, um den Einbau des neuen Gerätes vorzubereiten. Gott sorgt im Alltag.

Anfang Juni mussten wir Abschied nehmen von Wilfried Schroth. Er hat über viele Jahre unsere Arbeit unterstützt. Er hat unzählige Kuchen gebacken, uns mit leckeren Dinkelseelen und Wurzelbrot reich beschenkt.
Er hat sich mit viel Liebe und Herzblut eingebracht, besonders lagen ihm unsere Mitarbeiter und die ehrenamtlichen Helfer am Herzen. Schon früh am Morgen wurden alle mit leckeren Kuchen versorgt. Seine treue, liebevolle, stärkende und ermutigende Art wird uns sehr fehlen.

Ein weiterer Grund zur Dankbarkeit ist, dass im Juni der Lagerfeuerplatz am Campgelände mit ehrenamtlicher Hilfe komplett neu gestaltet werden konnte. Er wird das ganze Jahr über von unseren Gästen genutzt. Gebaut wurde er von Bäumen aus unserem Gelände. Wir freuen uns, dass Begegnung und wertvolle Gespräche am Lagerfeuer möglich sind.

Der Juli ist bei uns gefüllt mit den Vorbereitungen auf das Missio Camp. Auch hier sind wir von Herzen dankbar, dass wir genügend Helfer beim Rotodomaufbau hatten.

Helfer beim Misso-Camp-Aufbau

Helmut bei der Pflanzaktion

Einen Tag, bevor das Missio Camp begonnen hat, am 1. August, mussten wir Abschied nehmen von Helmut Wurm. Helmut ist unseren Gästen bekannt als der Mann, der auf der Bank vor dem Teamhaus saß. Innerhalb der Arbeit und des Teams ist er ein Mensch gewesen, der viele Teamler im Außenbereich und darüber hinaus mit geprägt hat. Er hatte keine Familie, kam mit einer Freizeit aus Lobetal nach Oberstdorf wo er Fritz und Kriemhild kennenlernte. Bereits Anfang der siebziger Jahre war er Teil des Teams hier in der Hohen Rhön.

Die ersten Jahre waren oft herausfordernd, seine Alkoholerkrankung machte vieles schwierig, so dass er zwischendurch auch für ein paar Jahre außerhalb arbeiten und wohnen musste. Gott hat Gnade geschenkt und ihn von dieser Sucht befreit.
Helmut hat sich mit viel handwerklichem Geschick und Kraft im Außenbereich eingebracht. Er liebte Blumen und Pflanzen, es war ihm ein Herzensanliegen, dass es für die Gäste schön ist.

In den letzten Jahren war er gesundheitlich sehr herausgefordert. Eine Krebserkrankung hat über viele Jahre unzählige Krankenhausaufenthalte, Operationen, Bestrahlungen und Chemotherapien mit sich gebracht. Doch in all den Herausforderungen blieb Helmut fröhlich, liebte das Leben, pflanzte liegend auf dem Bauch, als er sich nicht mehr bücken konnte. Ohne zu predigen war er mit seinem Leben ein Zeugnis für viele. Er fehlt!

Partystimmung beim Gottesdienst

Ende September haben wir zum ersten Mal einen Freundinnen Gottesdienst unter dem Thema: „Better together“ miteinander gefeiert. Ein Vorbereitungsteam von tollen Frauen, mit missionarischem Herzen, kreativ und ganz praktisch, haben einen sehr bewegenden Abend auf die Beine gestellt.
Viele Frauen haben sich einladen lassen, auf dem Campgelände Gottesdienst zu feiern. Etwas anders, mit einem wertvollen Impuls von Dorothea Bronsema, kreativen Stationen, einer After-Pray Party mit Cocktails und Musik.

Im September haben wir mit viel ehrenamtlicher Hilfe die Zimmer fertigstellen können, die im vergangenen Jahr einen Wasserschaden hatten. Bis auf die Möbel konnte alles mit ehrenamtlicher Hilfe neu gemacht werden.
Wir sagen von Herzen Dank an Tobias Pähl, der die gesamte Installation neu gemacht hat. An Markus Stark und seine Frau Alexandra, der Fliesenleger, der wie ein Engel zu uns gekommen ist und die Bäder gefliest hat. Danke sagen wir auch für die Unterstützung von Gerd Rauh, der die Malerarbeiten übernommen hat. Danke für Albrecht und Elisabeth Schwarz, die sich der Elektrik angenommen haben. Und nicht zu vergessen die unzähligen Arbeitsstunden von Erwin Braun und Horst Brücher, die mit viel Liebe zum Detail immer zur Stelle waren und die Zimmer bezugsfertig gemacht haben.

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Einige der vielen ehrenamtlichen Helfer in diesem Jahr.

Ende September hatten wir turnusgemäß neue Vorstandswahlen. Wir sind von ganzem Herzen dankbar, dass wir einen neuen Vorstand haben, der sich in regelmäßigen Sitzungen trifft, sich fachlich und geistlich einbringt. Eine Vorstellung des neuen Vorstands finden Sie auf dieser Seite.

An dieser Stelle sagen wir Gerhard Jahreiß Danke für seine Vorstandsarbeit in unserem Trägerverein. Er war seit 2014 als 2. Vorsitzender und ab 2021 als 1. Vorsitzender tätig. Dankbar sind wir für die vielen Jahre, in der wir miteinander beten, ringen und so manchen Sturm gemeinsam mit Gottes Hilfe meistern konnten.

 

Im Oktober durften Fritz & Kriemhild Schroth ihre Diamantene Hochzeit feiern. Dankbar konnten sie zurückblicken auf 60 Jahre Ihrer Ehe, von denen sie 55 Jahre hier in der Rhön verbracht haben. Ihr Trauspruch hat sie in all den Jahren, bis heute durch viel schönes aber auch herausforderndes getragen.

Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.

Psalm 90,14

Im November konnten wir einige neue Jahresteamler in unserem Team begrüßen. Wer in den letzten Jahren bei uns zu Gast war, hat sicher schon gemerkt, dass wir immer internationaler werden. Das ist ein großes Geschenk und gleichzeitig eine große Herausforderung. Es gilt nicht nur die sprachliche Barriere zu meistern, auch die kulturellen Unterschiede und die Begleitung bei vielen verschiedenen Alltagsherausforderungen. Wir lachen viel und freuen uns über alles miteinander.

Aktuell haben wir Tim aus der Mongolei, Geysil aus Equador, Anita aus dem Kongo und Lafatra, Nomanina, Mandrindra und Amy aus Madagaskar bei uns im Team.

Wir freuen uns natürlich auch auf Bewerbungen aus Deutschland. Internationale Erfahrungen kann man auch in der Rhön sammeln. Es gibt wieder freie Stellen ab September 2026.